Info`s zum Streifenhörnchen

Das Streifenhörnchen, Herkunft, Einführung
Streifenhörnchen (Burunduk) sind Nagetiere (Ordnung Rodentia) und somit auch verwandt mit Mäusen, Ratten, Bibern oder Murmeltieren.
Die Heimat des bei uns vorkommenden Streifenhörnchens ist der asiatische Raum, vorwiegend Sibirien und Süd-Korea. Sie leben dort vorwiegend in Nadel- und Mischwäldern Die durchschnittliche Lebenserwartung wird mit 7 Jahren angegeben, manche werden bis zu 11 Jahre alt, man sollte aber nicht verschweigen, dass relativ viele Tiere im ersten Lebensjahr versterben. Da scheinen sie besonders empfindlich zu sein.
Zahm im eigentlichen Sinn werden die Tiere nie. Es sind und bleiben zum Glück Wildtiere, die jahreszeitlichen Zyklen sehr stark unterworfen sind. Ein Tier, das im Sommer ein Herzchen ist (da steht normal nichts wichtiges fürs Tier an) kann im Herbst zum Teufel werden (Sammelwut und Bissigkeit, auch gegenüber dem Halter!). Im Winter gehen viele in eine Art Winterschlaf (Sie brauchen da absolute Ruhe!) und im Frühjahr steigen den armen Kerlchen und Mädchen die Hormone in den Kopf. Dass es Futter aus der Hand nimmt, geht bei den meisten Tieren recht flott, alles andere hängt mit der Chemie zwischen Halter und Tier zusammen.
Daher ist ein Streifenhörnchen auch nur für verantwortungsvolle Halter geeignet.
Auch von der Paarhaltung ist abzuraten, es sei den, man hat von vornherein zwei Käfige zur Verfügung, denn Streifenhörnchen sind Einzelgänger und vertragen sich nur in der Paarungszeit (wenige Ausnahmen).
Das Streifenhörnchen, der Käfig:
Sie sind äußerst bewegungsfreudig und benötigen daher auch einen relativ großen Käfig (mind. 1m x 0,6m x 1,20m). Regelmäßigen Auslauf und Kontakt zum Menschen sind wichtig.
Bei der Einrichtung sollten sie ihm viel Abwechslung gönnen. Bieten sie ihm ab und zu neue Kletteräste (Weide, Haselnuss, Birke) an, einige Versteckmöglichkeiten, zwei Schlafhäuser, eine Nagertoilette, Bambusrohre, eine Wanne mit ungedünkter Erde usw. an. Lassen sie ihrer Fantasie freien Lauf.
Als Einstreu hat sich handelsübliches Kleintierstreu bewährt. In der Toilette sollte Nagerstreu oder feines Katzenstreu sein.
Zur Grundausstattung gehören natürlich auch eine Nagertränke und ein Futternapf.
Das Streifenhörnchen, das Futter:
In der Natur sind Streifenhörnchen kleine Jäger, d. h., wenn sie einen kleinen Vogel erwischen, dann wird dieser auch mit Genuss verspeist. In Gefangenschaft kann man ihm täglich bis zu 3 Mehlwürmer oder andere Insekten geben, was für den Eiweißbedarf wichtig ist. Als Grundfutter dient Streifenhörnchen-Futter, welches jedes Tierfachgeschäft führen sollte. Ansonsten lieben sie frisches Obst, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne, Nüsse aller Art, usw.. Einfach ausprobieren, was ihr kleiner Racker bevorzugt.
Das Streifenhörnchen, die Krankheiten:
Da sie eigentlich noch richtige Wildtiere sind (es gibt sie erst seit ca. 6 Jahren als Haustiere) werden sie auch selten krank. Häufig treten Verletzungen durch Stürze oder Bisswunden auf. Steht der Käfig im Zug, kann es sich auch erkälten. Wie bei den meisten Nagern treten im Alter auch öfters Tumore auf. Daher immer rechtzeitig um einen Tierarzt kümmern, der sich mit Streifenhörnchen auskennt!
Achten sie beim Freigang auf mögliche Gefahren, die u. a. freiliegende Kabel, gefüllte Gießkannen, offene Fenster, giftige Pflanzen usw., damit ihr Hörnchen gefahrlos herumtollen kann.
Alle Fotos, wie auch inhaltlich die Texte zu den Streifenhörnchen wurden uns von unserStreifenhoernchen.de
zur Verfügung gestellt. Um weitere Fotos und Infos zu den Streifi`s zu erhalten besuchen Sie bitte die Seiten von unserStreifenhoernchen.de dort finden Sie weitere Informationen zu den Streifenhörnchen.
Das Streifenhörnchen, die Sprache:
Streifenhörnchen haben eine Laut- und Körpersprache. Sie können einen Hochfrequenz-Ton von sich geben und eine Art Zwitschern, bei dem ein Vogel vor Neid erblassen würde.
In der Körpersprache haben sie mehrere Möglichkeiten. U. a. S-förmig mit dem Schwanz wedeln. Dies deutet z.B. auf ein neugieriges Hörnchen hin, das eine fremde Umgebung erkundet. Wenn sie ihre Ohre spitzen, bedeutet es erhöhte Aufmerksamkeit, irgendwas ist neu. Sie bleiben dann auch wie festgefroren stehen, bis die „Gefahr“ vorüber ist.
Bei angelegten Ohren würde ich als Halter etwas vorsichtig sein. Es kann nämlich, sofern es sich bei ihrem Streifenhörnchen um einen kleinen Herbstteufel handelt ein Zeichen für einen bevorstehenden Angriff sein...
Das Streifenhörnchen, die Zucht:
Die Paarungszeit ist in der Natur zwischen Januar und Mai. In Gefangenschaft kann sich das auch verschieben.
War die Paarung erfolgreich kommen nach ca. 29-32 Tagen 4-6 Jungtiere zur Welt. Diese sollten frühestens nach 7-9 Wochen von der Mutter getrennt werden. Von der „Handaufzucht“, d. h. Tiere mit ca. 30 Tagen übernehmen und mit Flasche aufziehen, rate ich dringendst ab. Das Jungtier lernt von der Mutter noch viele Verhaltensregeln und nimmt über die Muttermilch wichtige Nährstoffe auf.
Auch wird vermutet, dass Tiere, die zu früh von der Mutter getrennt werden diejenigen sind, die im Herbst zu grösseren Aggressionen neigen.
Das Streifenhörnchen, Schlußbemerkung:
Alles in allem sind Steifenhörnchen jedoch wirklich liebenswerte Hausgenossen, die eben noch ihre Macken haben, welche sie jedoch einzigartig machen.
Passen sie beim Kauf auf, damit sie kein krankes oder verstörtes aus schlechter Haltung bekommen. Springt ihr neuer Hausgenosse fröhlich im Käfig herum, frisst er in ihrer Gegenwart ungestört weiter, hat klare Augen und wirkt aufgeweckt, kann eigentlich fast nichts mehr schief gehen. Sitzt es jedoch verschreckt in einer Ecke, hat es gar Wunden, ein struppiges Fell oder verklebte Augen, dann heißt es Finger weg.
Bitte kein Mitleidskauf, auch wenn einem das Tier noch so leid tut. So wird nur wieder Platz für Ein neues und der grausame Teufelskreis beginnt von vorne. In so einem Fall lieber das zuständig Veterinäramt verständigen.
Besucht uns mal auf unserStreifenhoernchen.de
Bücher, die weiterhelfen:

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